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... das geht vorbei - 15. Juli 2002


Täubchen adee! Zum Schluss ein Wühlen in liegengebliebenen Teilen, zum Abschied mal sehen, was übrig ist:

Ein Herz, Begriff so dehnbar, wie der Muskel, den er meint. I know you by heart, inwändig kennen, statt auswendig gelernt. Ein Wissen, das sich ständig selbst vergisst, ein Wissen, das sich Pulsbeschleunigend erinnert. Dreiviertelgetaktet zwei. Sie können kreischen wie die Möwen, schluchzen wie Seelöwen, jauchzen wie der halbe Volkstanzverein. Sie singen Sehnsuchtslieder für Festländer, nach vorn geht der Blick, Paloma. In ihren Lungen atmet das Meer.

Ein Bein, nein zwei und noch mal zwei. Ein Schritt, ein Schritt und Wechselschritt. Gehörknöchelchen im Tanzröckchen. Das Ende des Individuums, pas de deux, paseo double. Pasta asciutta für alle viel Knoblauch. Einatmen, ausatmen, so bahnt man einen Weg, so bannt man auch Vampire.

Zum Abschied sehen, was man vermisst: Niemand hat einen Zahn geschickt!

Eingetroffen ist dagegen ein Spann (kein Rist). Achillesverse, wunder Punkt, all jenes, was nicht zu ändern ist. Die wundgescheuerte Stelle im Sommerschuh, kein Pflaster dazu. Tödliche Worte, doch an Worten stirbt man ja nicht. Und jenes, das dem schlimmsten Falle folgt, personal post-worst-case-scenarios. Dass man nicht wüsste, was morgen wäre, dass man die Arbeit verlöre, das Bett, das Butterbrot, die nicht notierten Geschichten. Achillesfersen in der Brust (sic. Herz) durchs Auge. Verse als Metaphern. Auch an Bildern stirbt man nicht sofort.

Zum Abschied entgegenkommend winken, Paloma. Die Zehen in Laufrichtung positioniert und los.

War da nicht auch ein Penis? Dehnbar, Muskel. Was soll man dazu noch sagen?!

Da war auch ein Muttermal, ein Einmaleins, sind ihrer ungezählte viele. Punkt, Punkt, Klammer zu - fertig ist hier nichts; und du?

Zum Abschied einen ersten Eindruck erhaschen, Klammern öffnen, Herzen, Türen, Schlüsselbeine, scheiden tut nicht länger weh. Ohé.


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chlampe an alle </BODY>